📷 Bild: Wikimedia Commons
Aichhorner Kapelle
Kirchgebäude in Aichhorn
Die Aichhorner Kapelle ist eine denkmalgeschützte, klassizistische Sakralanlage in Aichhorn, einem Ortsteil der Gemeinde Heiligenblut am Großglockner. Sie wurde 1819 von Sebastian Tribuser, bekannt als Aichhorner, direkt neben seinem Gehöft errichtet und 1989 restauriert. Der Bau ist ein Spätbarock-Beispiel mit einem Rechtecksbau, einem hölzernen Dachreiter und einer Westfassade mit gemalter Pilastergliederung sowie einem Korbbogenportal. Die Kapelle beherbergt eine reiche Malerei, darunter die volkstümlichen Fresken in den Pendentifs der Kuppel und im Apsisgewölbe, die 1819 von Joseph Wurnitsch geschaffen wurden. Das große Bild in der Kuppel zeigt das Letzte Abendmahl, umgeben von Szenen der Kreuzigung. In der Apsis sind die Aufrichtung des Kreuzes, die Kreuzigung und die Kreuzabnahme dargestellt. An den abgeschrägten Ecken sind die Heiligen Sebastian und Florian abgebildet. Das Altarbild zeigt die Beweinung Christi, während die Altarrückwand als Scheinarchitektur einen Säulenaltar mit Baldachin darstellt. Der Innenraum besteht aus einem quadratischen Kuppelbereich, einer westlich anschließenden Empore und einer östlichen Rundapsis. Am Altartisch stehen Schnitzfiguren der Mutter Gottes und Maria Magdalena sowie vier Zirbelholzleuchter aus der Entstehungszeit der Kapelle. Die Räume und Ausblicke ermöglichen einen tiefen Eindruck der sakralen Kunst und Architektur des 19. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kapelle, Kirchengebäude
- Ort
- Heiligenblut am Großglockner
- Adresse
- bei Aichhorn 6
- Baustil
- klassizistische Architektur
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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