Bayern

Maximiliansgrotte

Die Maximiliansgrotte bei Krottensee, einem Ortsteil von Neuhaus an der Pegnitz, ist eine Tropfsteinhöhle im Karst der Fränkischen Schweiz. Insgesamt misst sie rund 1.200 Meter, von denen etwa 400 Meter als Schauhöhle begehbar sind; der tiefste zugängliche Punkt liegt rund 70 Meter unter der Oberfläche. Schriftlich taucht die Höhle erstmals 1596 auf, als Kurfürst Friedrich IV. den Versuch unternehmen ließ, aus dem Tropfstein Gold zu gewinnen. Im Dreißigjährigen Krieg diente sie der Bevölkerung als Zuflucht, 1703 wurden hier 28 gefallene Soldaten des Spanischen Erbfolgekriegs beigesetzt. Systematisch erkundet wurde sie erst 1852 von drei Männern aus der Umgebung; 1853/54 erhielt sie ihren heutigen Namen nach König Maximilian II., seit 1878 ist sie für Besucher zugänglich. Bis 1994 wurde mit Karbidlampen geleuchtet, seither elektrisch. Das bekannteste Gebilde ist der „Eisberg", ein etwa sechs Meter hoher und drei Meter dicker Tropfstein, der als größter Deutschlands gilt. Besichtigt wird ausschließlich in Führungen, die durch Räume mit Namen wie Orgelgrotte, Schatzkammer, Leißnerdom und Schwarze Halle leiten. Mit rund 10.000 Besuchern im Jahr ist die Grotte deutlich ruhiger als die bekannte Teufelshöhle. Feste Schuhe und eine Jacke sind angebracht.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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