📷 Bild: Wikimedia Commons
oppidum du Castellan
archäologische Stätte in Frankreich
Das Oppidum du Castellan ist ein celtischer Siedlungsort auf der Gemeinde Istres im Département Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur. Es liegt auf einem Felsen, der den Etang de l'Olivier dominiert, und wurde zwischen dem 6. und 1. Jahrhundert vor Christus besiedelt. Der Siedlungsort erstreckt sich über etwa 300 Meter Länge und 130 Meter Breite. Die archäologischen Forschungen begannen 1937 mit Joseph Thoret, der die ersten Grabungen leitete. Später führten Eugène Aquaron und andere weitere Untersuchungen durch. Zentrale Funde sind eine römische Villa aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und eine Inschrift in gallo-griechischer Sprache, die den Namen „Matron“ trägt. Die Inschrift wird als Dedikation an Muttergötter interpretiert und datiert auf das 2. bis 1. Jahrhundert vor Christus. Im Bereich des Oppidums wurden Räume wie Wohnungen mit Ofen und Herd sowie eine Terrassenmauer aus dem 1. Jahrhundert vor Christus entdeckt. Die Funde umfassen Keramik, Steinwerkzeuge und eine große Menge an Scherben. Die Lage des Oppidums bietet einen weiten Blick auf den Etang de l'Olivier und die umliegende Landschaft. Die Gegend ist geprägt von Kalkstein und Grünschiefer, wobei die Felsenstruktur die archäologischen Funde beeinflusste.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Istres
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