Norddeutschland

Angelner Dampfeisenbahn

Die Angelner Dampfeisenbahn ist Deutschlands nördlichste Museumseisenbahn. Sie verkehrt zwischen Kappeln an der Schlei und Süderbrarup und durchquert dabei die hügelige Landschaft der Halbinsel Angeln. Der Bahnhof liegt in Kappeln am Südhafen, unmittelbar neben der Klappbrücke über die Schlei. Hinter dem Betrieb steht ein Verein, der 1973 als Freunde des Schienenverkehrs Flensburg gegründet wurde; der Museumsbahnbetrieb begann 1979 während der Kappelner Heringstage. 1994 entstand die Angeln Bahn GmbH als Betriebsgesellschaft, die Ende 2004 in die Insolvenz ging, nachdem Ausfälle anderer Betreiber Schulden hinterlassen hatten. Im Sommer 2005 nahmen Nachfolgegesellschaften den Verkehr wieder auf. Der Fuhrpark ist ungewöhnlich skandinavisch geprägt: Zu ihm gehören die dänische DSB F 654 "Julchen" von 1949 und eine schwedische Maschine der Reihe S von 1952 sowie Personen- und Güterwagen aus Dänemark, Schweden und Norwegen. Seit Juli 2021 wird die Strecke saisonal an Wochenenden bedient, verlängert bis Eckernförde und mit dem wieder eingerichteten Halt Lindaunis. Anstelle der Dampflok kommen dabei Triebwagen und Dieselloks zum Einsatz. In Süderbrarup wird die Lokomotive für die Rückfahrt umgesetzt. Fahrräder lassen sich in eigenen Wagen mitnehmen, und die Rückfahrt lässt sich mit einer Schifffahrt auf der Schlei verbinden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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