Fraterherrenkloster Wolf, Traben-Trarbach
ehemaliges Kloster in Traben-Trarbach, Ruine
Das Kloster Wolf war eine Niederlassung der Fraterherren südwestlich von Wolf, das seit 1969 zur Gemeinde Traben-Trarbach gehört. Es lag an der Mosel auf dem Göckelsberg in 230 Meter Höhe. Die ehemalige Liebfrauenkirche auf dem Berg gilt als eine der ältesten Marienkirchen an der Mosel. Die Klostergründung erfolgte 1478, nachdem Graf Friedrich I. von Pfalz-Simmern und Markgraf Christoph I. von Baden die Brüder aus Butzbach nach Wolf beriefen. Die Anlage wurde bis 1560 ausgebaut, bis die Reformation das Kloster aufhielt. Das Kloster war bis 1560 ein zentraler Ort für religiöse und Bildungsaufgaben. Die Brüder betrieben eine Lateinschule in Trier, die 1569 geschlossen wurde. Die Einkünfte der Pfarrei wurden dem Kloster übertragen, und nach seiner Auflösung kamen die Vermögenswerte den Schulen und Kirchen der Grafschaft zugute. Der Friedhof wurde bis 1597 genutzt. Der erste Prior des Klosters war Philipp Sartoris de Wyssenaue aus Mergenthal. Von dem Kloster Wolf sind nur Ruinen erhalten. Die Liebfrauenkirche besitzt einen romanischen Westturm aus dem 12. Jahrhundert und Teile des dreischiffigen Langhauses und Chors aus dem 15. Jahrhundert. Neuere Forschungen deuten auf einen römischen Vorgängerbau hin. Die Klostergebäude auf dem Göckelsberg sind verfallen, doch die historische Anlage bleibt ein Zeugnis der religiösen und kulturellen Geschichte der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Traben-Trarbach
- Erbaut
- 1478
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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