📷 Bild: Wikimedia Commons
Burg Schildberg
abgegangene Höhenburg bei Seesen im Landkreis Goslar in Niedersachsen
Die Burg Schildberg ist eine abgegangene Höhenburg in Niedersachsen, genauer gesagt im Landkreis Goslar bei Seesen. Sie lag an der Straße von Seesen nach Lautenthal und war von dem 413 m hohen Hausschildberg aus beobachtbar. Die Burg stand an einer strategischen Position, von der aus der Weg durch das Tal der Innerste kontrolliert werden konnte. Sie war im Hochmittelalter Teil des Königsgutes Seesen und wurde im 12. Jahrhundert von dem Stift Gandersheim an den Grafen Hermann II. von Winzenburg vergeben. Die Burg war im 12. Jahrhundert von Bedeutung, als sie von Heinrich dem Löwen erworben und später von verschiedenen Adelsfamilien und kirchlichen Institutionen besessen wurde. Sie war bis ins 14. Jahrhundert nachweisbar, bis sie vermutlich aufgegeben wurde. 1654 erwähnte Matthäus Merian noch alte Gewölbe und Mauern, und 1679 wurde sie als „Hauß zum Schildberge“ mit alten Mauern eines Schlosses beschrieben. Die Burg blieb bis ins 17. Jahrhundert als Ruine erhalten. Das Burgplateau hat eine Größe von etwa 60 × 34 m und war von einer Ringmauer umgeben. Auf dem höchsten Punkt stand ein runder Bergfried mit einem Durchmesser von ca. 11 m. Im Inneren der Burg sind Spuren von Kellern und Gebäuden sowie eine Geländestufe zu erkennen. An der Nordwestseite und im Nordosten gab es eine komplexe Befestigung mit Gräben und Vorwällen, die eine Vorburg und den Bergsattel zum Eichberg absperrten. Auf dem Plateau finden sich Hinweise auf Bergbau- und Verhüttungstätigkeiten, wie ein alter Stauweiher und Fließschlacken.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Niedersachsen
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