Ohle Dörp
Burg in Niedersachsen, Deutschland
Das Ohle Dörp ist eine Ruine einer frühmittelalterlichen Wallburg in Niedersachsen, genauer gesagt in der Nähe des Stader Ortsteils Groß Thun. Die Anlage liegt am südwestlichen Rand der Hansestadt Stade und war auf einem erhöhten Punkt der Stader Schwingewiesen angelegt. Sie hatte eine Größe von 90 mal 70 Metern und war durch einen Wall aus Grassoden sowie einen Abschnittsgraben geschützt. Die Wallanlage wurde vollständig abgetragen, wodurch nur ein Plateau übrig blieb, das heute als Pferdeweide genutzt wird. Die Wallburg wurde 2009 durch eine geophysikalische Prospektion des Erdmagnetfelds entdeckt, die im Umfeld der Schwedenschanze durchgeführt wurde. Das Flurstück wird seit altersher als Ohle Dörp bezeichnet, was im Niederdeutschen „Altes Dorf“ bedeutet. In der Region wurden Scherben aus der Zeit zwischen 700 und 1000 n. Chr. gefunden, was auf eine Besiedlung der Anlage in dieser Zeit hinweist. Die genaue Beziehung zur Schwedenschanze ist bislang unklar. Im Inneren der Anlage wurden Spuren einer Siedlung entdeckt, wie Pfostenlöcher, Gruben und Öfen. Die Überreste der Wallburg sind heute nur als Plateau erkennbar, das als Pferdeweide genutzt wird. Die Umgebung besteht aus den Schwingewiesen und dem Ortsteil Groß Thun. Die Anlage ist Teil der Stader Schwingewiesen, die als kulturell bedeutsame Fläche gelten. Die genaue Funktion und Beziehung zur Schwedenschanze bleiben Gegenstand weiterer Forschung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Niedersachsen
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