📷 Bild: Wikimedia Commons
Oppidum Milseburg
archäologische Stätte in Deutschland
Das Oppidum Milseburg ist eine eisenzeitliche Siedlungsanlage auf dem Berg Milseburg in der Rhön, im Landkreis Fulda, Hessen. Es liegt westlich des Ortsteils Danzwiesen der Gemeinde Hofbieber und grenzt an Kleinsassen. Die Anlage umschließt eine Fläche von über 35 Hektar und wurde in der Hallstattzeit bis ins 1. Jahrhundert vor Christus bewohnt. Sie war mit einer Mauer aus Holzkastenkonstruktion befestigt, wobei die Westseite natürliche Steilwände als Schutz bot. Das Oppidum war durch drei Tore zugänglich, wobei nur eines für Fuhrwerke geeignet war. Die Anlage war Teil der keltischen Welt und hatte eine strategische Lage im Randbereich dieser Kultur. Die Befestigung wurde im 19. Jahrhundert durch den Bau der Rhönbahn stark zerstört, wobei die Nordostseiten als Steinbruch genutzt wurden. Die Westseite blieb weitgehend unberührt. Heute sind nur noch Reste wie der verfallene Ringwall und Terrassierungen sichtbar. Die ersten Ausgrabungen fanden im 19. Jahrhundert statt, und seit 2003 wurden weitere Grabungen durchgeführt. Schmuck und Keramik wurden gefunden, die auf Handelsbeziehungen mit Süddeutschland und Böhmen hinweisen. Die Funde sind in verschiedenen Museen in Hessen ausgestellt.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Hessen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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