📷 Bild: Wikimedia Commons
Albulatunnel
5864 m langer Tunnel der Albulabahn in Graubünden, Schweiz
Der Albulatunnel ist ein eingleisiger Eisenbahntunnel im Kanton Graubünden, Schweiz. Er verbindet den Bahnhof Preda im Albulatal mit Spinas im Engadin und ist 5865 Meter lang. Der Tunnel unterquert die Wasserscheide zwischen Rhein und Inn westlich des Albulapasses und erreicht eine Höhenebene von 1820 m ü. M. Er ist der zweithöchste Alpendurchstich der Schweiz und wurde 1903 eröffnet. 2024 folgte ein neuer Tunnel als Sicherheitsstollen, der den Ausbau des alten ermöglichte. Der Tunnel war während der Bauzeit von 1899 bis 1903 ein technisches Meisterwerk. Auf der Nordseite stießen die Arbeiter auf schwierige Gesteine wie Zellenkalk und treibsandähnliche Zone, die den Bau verzögerten. 16 Arbeiter starben, und es gab 2128 Unfälle. Die Kosten beliefen sich auf 7'228'000 Franken. Der Tunnel ermöglichte eine deutliche Verbesserung der Verbindung zum Engadin, wodurch die Bevölkerungszahlen in Städten wie St. Moritz und Samedan stark stiegen. Im Tunnel selbst gibt es eine Länge von 4346 m durch Granit und Schiefer. Der neue Tunnel II wurde 2020 fertiggestellt und ist 30 m nordöstlich des alten gebaut. Er verfügt über zwei Lüftungszentralen und zwölf Querschläge zum alten Tunnel. Die Bauarbeiten umfassten 244'000 m³ Ausbruchsmaterial und wurden mit 345 Mio. CHF finanziert. Der Tunnel bleibt ein wichtiger Teil der Albulabahn und trägt zur Sicherheit und Effizienz des Betriebs bei.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Eisenbahntunnel, Rettungstunnel
- Ort
- Kanton Graubünden
- Erbaut
- 1903
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