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Kulturzentrum Gassergasse

ehemaliges Kultur- und Kommunikationszentrum in Wien

Das Kultur- und Kommunikationszentrum Gassergasse (GaGa) war das erste autonome alternative Jugendzentrum in Wien. Es wurde zwischen 1981 und 1983 von der Gemeinde Wien unter Bürgermeister Leopold Gratz und Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner eingerichtet. Die ehemaligen Gebäude der Wiener öffentlichen Küchenbetriebsgesellschaft in der Gassergasse im 5. Bezirk dienten als Ort. Die GaGa wurde am 1. Mai 1981 mit einem dreitägigen Fest eröffnet und stand bis 1983 unter städtischer Subventionierung. Die GaGa war ein Zentrum für alternative Jugendkultur und soziale Projekte. Sie beherbergte Kindergruppen, Alternativschulen und verschiedene Initiativen wie den Sozialdienst „Bernhardiner“ oder die Arbeitsgruppe Schwulen und Lesben. Musikgruppen wie ZSD, Nikoteens und Extrem spielten dort, und es gab Proberäume für Punks sowie ein Beisl. Die GaGa spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Wiener Punk-Szene und war ein Treffpunkt für politische und kulturelle Bewegungen. Die Räumung der GaGa durch die Polizei im Juni 1983 führte zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und zahlreichen Festnahmen. Das Gebäude wurde abgerissen, doch der Mythos der GaGa lebte weiter. Sie blieb ein Symbol für alternative Jugendkultur und beeinflusste später politische Gruppen wie Global 2000 oder Greenpeace Österreich. Die GaGa hinterließ Spuren im Bildungsbereich und in der sozialen Arbeit.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Museum, Kulturzentrum
Ort
Wien
Quellen:Kulturzentrum Gassergasse (CC0-1.0)

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