Batterie allemande de Longues-sur-Mer

📷 Bild: Wikimedia Commons

SehenswürdigkeitNormandie

Batterie allemande de Longues-sur-Mer

Die deutsche Batterie von Longues-sur-Mer steht auf der Klippe über dem Ärmelkanal, zwischen den späteren Landungsabschnitten Omaha und Gold. Vier Kasematten mit je einem 150-Millimeter-Geschütz und ein vorgeschobener Feuerleitstand bilden die Anlage — eines der bedeutenden Werke des Atlantikwalls und die einzige Batterie der normannischen Küste, in der die Geschütze noch in ihren Kasematten stehen. Genau das macht den Besuch aus. Man sieht keine leeren Betonkästen, sondern die vollständige Waffe in ihrer Stellung: Rohr, Lafette, Schießscharte und dahinter den Blick, den die Bedienung hatte. Die Batterie lag mitten im alliierten Angriffssektor und spielte am 6. Juni 1944 eine strategische Rolle. Der Feuerleitstand an der Klippenkante ist aus Sicherheitsgründen geschlossen, von außen aber gut zu sehen. Das Gelände ist ganzjährig frei zugänglich, die Besichtigung erfolgt auf eigene Faust; Erläuterungen gibt es auf Französisch und Englisch, eine Broschüre der Reihe Circuits du Patrimoine ist beim örtlichen Tourismusbüro erhältlich. Für den Rundgang über die Stellung und den Weg zum Feuerleitstand sollte man eine Stunde einplanen. Der Untergrund ist Wiese und Feldweg, bei Wind und Regen ungeschützt. Die Vélomaritime, Teil der EuroVelo 4, führt unmittelbar vorbei; Bayeux liegt wenige Kilometer im Landesinneren.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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