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Beginenhaus

Das Beginenhaus in Hannover war eine fromme Gemeinschaft von Frauen, die ab dem 13. Jahrhundert in der Stadt lebten. Sie besaßen ein großes Grundstück innerhalb der Stadtbefestigung, entlang des Klostergangs an der Leine bis zum Beginenturm und weiter über die Pferdestraße bis zur Schuhstraße im Stadtteil Mitte. Das Haus war durch einen Hof und Garten von angrenzenden Gebäuden abgegrenzt und hatte einen Zaun entlang des Wächterganges. Die Beginen lebten nicht in Armut, sondern beteiligten sich am Handel und erledigten mildtätige Aufgaben. 1357 wurden sie dem Steuerrecht unterstellt und gleichgestellt mit den Bürgern. Mädchen konnten zu dieser Zeit nicht öffentlich zur Schule, daher sandten reiche Eltern ihre Töchter zu den Beginen. 1530 regelte der Rat die Aufnahmebedingungen, setzte die Höchstzahl der Insassen auf 20 und das Mindesteintrittsalter auf 12 Jahre. Das Beginenhaus war ein Zentrum der Bildung. Nach dem Auszug der Frauen wurde der Ratsmarstall dort untergebracht. Ein anderes Gebäude, vermutlich das alte Beginenhaus, wurde 1647 als Schreibschule genutzt und später zum Lyzeum I und zum hannoverschen Ratsgymnasium. Die Gebäude standen an der Leine, neben dem Beginenturm, und beeinflussten die Stadtentwicklung bis in die Neuzeit.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster
Ort
Mitte

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