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Vicus von Eriskirch

römische Siedlung nahe der Mündung des Flusses Schussen in den Bodensee

Der Vicus von Eriskirch war eine römische Siedlung am heutigen Ort der baden-württembergischen Gemeinde Eriskirch im Bodenseekreis. Die Siedlung lag nahe der Mündung der Schussen in den Bodensee und war Teil der römischen Bodenseegürtelstraße. Reste einer mehrphasigen römischen Brücke und eine Siedlung mit typischen Strukturen wie Kellergruben, Holzpfosten und Brunnen zeigen, dass hier ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt war. Die Siedlung war etwa 300 bis 400 Meter vom westlichen Brückendeck entfernt und wurde von zwei Töpferöfen begrenzt. Die Funde deuten auf eine Doppelsiedlung mit West- und Ost-Vicus hin. Die Datierung ist umstritten, wobei die claudische Zeit (41–54) und die flavische Zeit (69–96) in Frage kommen. Die Siedlung war durch Wasserwege und Verkehrsstraßen geprägt und spielte eine Rolle im Handel zwischen Arbon und dem Bodensee. In Eriskirch wurden frühkaiserzeitliche Münzen und Fibeln sowie selten erhaltene Holzreste in Brunnen gefunden, was chronologische Dendrodaten ermöglichte. Die Siedlung gleicht topografisch und inhaltlich der von Eschenz. Sie lag an wichtigen Wasserwegen und war Teil der Verbindung von Arbon über die Schussen zur Riß bis zum Kastell Rißtissen. Die römische Brücke und die Siedlung sind zentrale Fundstellen für die römische Präsenz am nördlichen Bodensee.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Eriskirch
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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