Kastell Alteburg
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kastell Alteburg ist ein römisches Numeruskastell, das zur westlichen Taunus-Strecke des Obergermanisch-Raetischen Limes gehörte. Die Überreste liegen unter einem Acker etwa anderthalb Kilometer südlich des Idsteiner Stadtteils Heftrich. Es diente der Überwachung eines alten Weges, der im Mittelalter als Alter Mainzer Weg bekannt war. Die Anlage wurde 1893 von der Reichs-Limeskommission archäologisch erforscht, wobei heute nur Geländeverformungen als Spuren erkennbar sind. Das Kastell wurde vermutlich im 2. Jahrhundert errichtet und besaß eine rechteckige Form mit 78 × 93 Metern. Es war mit Wachtürmen und Doppeltürmen ausgestattet und orientierte sich nach Nordosten, nicht direkt an der Limeslinie. Innerhalb der Anlage gab es gemauerte Gebäude, wobei nur die Principia sicher bestimmt werden konnte. Außerhalb befanden sich Spuren des Vicus und des Kastellbads. Die Truppe bestand aus etwa 160 Mann, dem Numerus Cattharensium. Vor Ort erkennt man keine oberirdischen Baufragmente, da die Anlage unter Ackerland liegt. Die Umgebung umfasst den Alter Mainzer Weg sowie das Kleinkastell Maisel. Der Alteburger Markt, der heute dreimal jährlich stattfindet, entwickelte sich aus mittelalterlichen Jahrmärkten. Die Anlage ist Teil des UNESCO-Welterbes und als Bodendenkmal geschützt. Funde müssen an die Denkmalbehörden gemeldet werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Idstein
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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