Klarissenkloster St. Klara, Wien, Österreich
Kloster in Österreich
Das Klarissenkloster St. Clara war ein mittelalterliches Kloster der Clarissen in Wien, das zwischen der Kärntner Straße und dem Lobkowitzplatz lag. Es wurde 1302 von Rudolph III. und seiner Gemahlin Blanche gegründet und mit Nonnen aus dem Agneskloster Prag besiedelt. Die Klosterkirche, 1347 geweiht, war eine dreischiffige, chorlose Hallenkirche mit kreuzrippengewölbtem Bau und einem oktogonalen Glockenturm an der Westseite. Das Kloster spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte Wiens. 1529 flüchteten die Klarissen vor der Türkenbelagerung in das Kloster in Judenburg, wobei das Bürgerspital am Kärntner Tor in das Kloster übersiedelte. Nach der Belagerung überließ Ferdinand I. 1530 das Nonnenkloster der Stadt, doch die Nonnen verließen es 1540 endgültig nach St. Anna. Die Bauten wurden 1790 zu einem Zinshaus umgebaut und 1873 abgerissen. Nach der Verlegung der Nonnen blieben die Bauten des Klosters bestehen, bis sie 1873 abgerissen wurden. Die noch vorhandenen Reste wurden in das Zinshaus umgewandelt. Die Lage des Klosters zwischen Kärntner Straße und Lobkowitzplatz sowie die historische Bedeutung der Kirche und des Klosters sind heute noch erkennbar in der Stadtgestalt Wiens.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Wien
In der Nähe
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