Radwerk IV
Das Radwerk IV in Vordernberg ist ein Holzkohlehochofen aus dem Jahr 1846, errichtet in klassizistischen Formen. Es ist der einzige vollständig erhaltene und komplett ausgestattete Holzkohlehochofen Österreichs — und damit ein Bauwerk, das eine Technik dokumentiert, die im späten 19. Jahrhundert vom Kokshochofen abgelöst wurde. Vordernberg war jahrhundertelang einer der bedeutendsten Industrieplätze Mitteleuropas: Insgesamt vierzehn Radwerke, benannt nach den wasserradgetriebenen Gebläsen, lagen entlang des Baches im Tal und verhütteten das Erz vom benachbarten Erzberg. Das Radwerk IV lief bis 1911, wurde 1928 unter Denkmalschutz gestellt und nach der Restaurierung 1959 als Hochofen- und Eisenmuseum eröffnet. Besucher sehen dabei nicht bloß den Ofenschacht, sondern die gesamte Anlage mit Gebläse, Gichtbühne und Nebengebäuden — die Abfolge der Arbeitsschritte lässt sich am Bauwerk ablesen. Das Radwerk liegt im Ortsgebiet von Vordernberg und lässt sich gut mit einer Fahrt der Erzbergbahn oder einem Besuch des Erzbergs verbinden; der Betrieb läuft in der warmen Jahreszeit.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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