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Kanonissenstift Gernrode
reichsunmittelbares Frauenstift im Harzland
Das Kanonissenstift Gernrode war ein weltliches Chorfrauenstift, das 959 von Markgraf Gero auf seiner Burg Geronisroth gegründet wurde. Es lag am Nordostrand des Harzes in der Nähe von Quedlinburg und war reichsunmittelbar. Das Stift gehörte dem Obersächsischen Reichskreis an und war dem Status einer Reichsabtei gleichgestellt. Es war zudem dem Rheinischen Reichsprälatenkollegium zugeordnet. Das Stift war bis ins 17. Jahrhundert bestehend und hatte eine bedeutende Rolle in der Region. Es war ein Zentrum der Verehrung des heiligen Cyriakus und besaß eine der ältesten Kirchen Deutschlands. Die Stiftskirche, eine dreischiffige Basilika mit Hallenkrypta, wurde wahrscheinlich 961 begonnen. Otto I. stellte das Stift 961 unter königlichen Schutz und verlieh es Immunität. Die Stiftsdamen wählten gemeinsam mit dem Vogt und den Kanonikern die Äbtissin. Im Stift lebten Äbtissinnen und Pröpstinnen aus hochadeligen Familien. Sie hatten eine große Verwaltungs- und Pfarrerwahlkompetenz. Das Stift verfügte über eigene Regeln, die den Institutiones Aquisgranenses folgten. Es war ein eigenständiges Frauenstift ohne Klausur und ohne Gelübde. Die Stiftsdamen lebten gemeinsam, hatten ein Dormitorium und ein Refektorium. Das Stift war bis ins 17. Jahrhundert ein bedeutendes Reichsstand.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Frauenstift, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Quedlinburg
In der Nähe
- Stiftskirche St. Cyriakus18 m
- Gernrode214 m
- Mohs-Denkmal439 m
- Verwaltungsgemeinschaft Gernrode/Harz860 m
- Ölbergshöhe1.1 km
- Preußenturm1.2 km
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