Burg Berne
abgegangene hochmittelalterliche Turmhügelburg (Motte) der Grafschaft Oldenburg am Westrand des Dorfkerns der Gemeinde Berne im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch
Die Burg Berne war eine Turmhügelburg der Grafschaft Oldenburg, die am Westrand des Dorfkerns der Gemeinde Berne im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch stand. Sie war Teil der militärischen Infrastruktur zur Kontrolle des Handelsweges von Bremen über Huntebrück nach Stadland und Oldenburg. Die Anlage war im 13. Jahrhundert errichtet worden, nachdem die Grafen von Oldenburg 1234 nach dem Sieg über die Stedinger die Burg errichtet hatten. Sie war ursprünglich aus Holz und Erde gebaut, um den Forderungen der Bremer Erzbischöfe zu entsprechen, die eine Steinbauweise ablehnten. Die Burg verlor nach der Errichtung von Lauenburg 1252 und Burg Delmenhorst 1259 an Bedeutung. 1258 wurde in Berne das letzte Mal eine Urkunde eines Oldenburger Grafen ausgestellt. Die genaue Zeit ihres Verfalls ist unbekannt, doch 1498 wurde noch der Bergfried im Delmenhorster Heberegister erwähnt. Die Anlage umfasste einen Turmhügel mit Vorburg und war durch einen wasserführenden Graben umgeben, der mit dem Flüsschen Berne verbunden war. Die Mottenanlage hatte ein Flächenmaß von etwa 40 × 65 Meter. Der heute noch erhaltene Teil des Hügels beträgt etwa einen Meter in Höhe. Die umgebende Befestigung aus Wall und Graben sowie die Vorburg sind kaum noch erkennbar. Die Anlage war ursprünglich nur aus Holz und Erde gebaut, was auf die Forderungen der Bremer Erzbischöfe zurückzuführen ist. Die Burg war Teil eines Netzwerks von Burgen, das die Grafschaft Oldenburg zur Sicherung ihrer Territorien gestützt hat.
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- Art
- Burg
- Ort
- Berne
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