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Kanonissenstift Hochelten, Emmerich-Elten
Kloster in Deutschland
Das Kanonissenstift Hochelten wurde um 967 in Emmerich am Rhein gegründet und war bis 1803/1811 bestehend. Es war ein reichsunmittelbares Damenstift, das auf dem Eltenberg, 60 m über der Rheinebene gelegen, seine Residenz hatte. Die Stiftskirche wurde 968 von Kaiser Otto I. als Reichsgut übertragen und 970 mit Immunität und Wahlrecht für die Äbtissin bestätigt. Die Stiftsdamen konnten ihre Äbtissin frei wählen, unter Vorbehalt der Zustimmung des Bischofs von Utrecht. Das Stift besaß um 1789 ein Territorium von 1469 Hektar, das sich um Emmerich, Hochelten und Niederelten erstreckte. Es hatte auch verstreute Besitzungen in der Gegend von Arnheim bis Xanten. Die Stiftsdamen hatten bis 1803 einen reichsunmittelbaren Status und teilweise Gerichtsbarkeit. Die Kirche wurde 1585 zerstört, 1670 durch einen neuen Bau ersetzt und im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Wiederaufbau rekonstruierte den romanischen Bau von 1670. Die Stiftskirche beherbergt einen bedeutenden Kirchenschatz, darunter ein farbig emailliertes Reliquiar in Form einer Kuppelkirche, das heute im Victoria and Albert Museum in London steht. Zudem sind zwei gotische Reliquienmonstranzen verloren gegangen. Das Stift war bis 1811 ein eigenständiges Reichsamt und wurde 1815 wieder preußisch. Heute ist die Stiftskirche ein Teil des Stanislauskolleg, ein Exzerzitienhaus der Jesuiten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- religiöse Gemeinschaft, Kloster
- Ort
- Emmerich am Rhein
- Erbaut
- 968
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