Benediktinerkloster Cismar

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Benediktinerkloster Cismar

ehemaliges Kloster in Cismar

Das Benediktinerkloster Cismar war von 1245 bis 1561 eine Abtei in der Gemeinde Grömitz, Schleswig-Holstein. Es stand im Zentrum eines ehemaligen Klosterkomplexes, der heute von einem Wassergraben und Erdwällen umschlossen ist. Die Kirche und ein Teil des Refektoriums blieben erhalten, während der westliche Teil des Gebäudes zerstört wurde. Die Backsteingotik des Bauwerks zeigt Zeichen der Vergrößerung um 1320, wobei die ursprüngliche Struktur durch spätere Umbauten verändert wurde. Das Kloster war ein bedeutender Wallfahrtsort mit über 800 Reliquien, darunter ein Blutstropfen Christi und eine geheiligte Quelle. Es besaß um 1325 einen Hafen, 22 Dörfer, 12 Mühlen und Seen. Die Mönche erweiterten kontinuierlich ihre Landbesitzungen, bis die Pest und kriegerische Auseinandersetzungen die Einnahmen störten. Die Abtei war bis 1542 dem Lübecker Bischof unterstellt und fiel 1544 an Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf. Die letzte Urkunde stammt aus dem Jahr 1560, als das Kloster aufgegeben wurde. Heute dient der Komplex im Sommer als Dependance des Landesmuseums Schleswig-Holsteins für Kunstausstellungen. Der Innenhof ist von einstöckigen Bauten umgeben, wobei die Umrisse des Kreuzganges durch Steinmarkierungen sichtbar sind. Die Kirche ist einschiffig und gewölbte Bauweise, mit einem dreiflügeligen Hochaltarschrein aus dem 14. Jahrhundert. An der Südseite der Kirche ist eine Grabplatte des Lübecker Ratsherrn aus dem Jahr 1473 eingelassen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Museum, Benediktinerabtei
Ort
Grömitz
Adresse
Bäderstraße, 23743 Cismar
Erbaut
1201
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Schleswig-Holstein

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