📷 Bild: Wikimedia Commons
Silcher-Denkmal
Sandsteinskulptur in Tübingen
Das Silcher-Denkmal ist ein Sandsteinskulpturenensemble in Tübingen, das an der Platanenallee auf der Neckarinsel steht. Es wurde 1941 enthüllt und ist ein seltenes Beispiel für ein original erhaltene Denkmal aus der NS-Zeit. Die Skulptur wurde von Wilhelm Julius Frick aus Stuttgart geschaffen und misst 5,7 Meter in der Höhe. Sie dient der Würdigung des Komponisten Philipp Friedrich Silcher. Das Denkmal wurde 1939 als Teil einer künstlerischen Anlage für eine Thingstätte für das deutsche Sängertum geplant. Es war ein Ergebnis eines Wettbewerbs mit 40 Entwürfen, bei dem Frick den dritten Platz belegte. Die Kosten beliefen sich auf 32.000 Reichsmark, und die Fertigstellung verzögerte sich aufgrund des Krieges bis 1941. Es war als Versammlungsort für künstlerische Darbietungen konzipiert und umfasste Bühnen, Podeste und eine ringförmige Sandsteinmauer. Das Denkmal besteht aus Sockel, Brunnenbecken und Figurengruppe aus rotem Kernsandstein. Silcher wird als sitzender Komponist dargestellt, umgeben von Szenen aus seinen Soldatenliedern. Auf der Rückseite sind ein Frontsoldat und ein Abschieds-küssendes Paar abgebildet. Ein Putto trägt ein Gewehr an der linken Achsel. Die Skulptur symbolisiert die Vereinnahmung seiner Werke durch nationalsozialistische Ideologien. 2020 wurde es umgewidmet zu einem Mahnmal gegen rassistische und nationalistische Kräfte.
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- Art
- Skulptur, Monument
- Ort
- Tübingen
- Erbaut
- 1941
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