📷 Bild: Wikimedia Commons
Stelen der Erinnerung
ein Monument auf dem Jüdischen Friedhof in Görlitz
Die Stelen der Erinnerung sind ein Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof in Görlitz. Sie wurden errichtet, um den Namen der dort bestatteten KZ-Opfer wiederzugeben und auf die unvollständige Aufarbeitung der NS-Vergangenheit hinzuweisen. Das KZ-Außenlager Görlitz war 1944–1945 ein Zwangsarbeitslager für Juden aus Europa. Mehr als 1500 Häftlinge wurden dort in den Jahren 1944–1945 inhaftiert, wobei die meisten aus Auschwitz und dem Ghetto Litzmannstadt stammten. Mehr als 300 Tote wurden dort registriert, wobei die meisten im Jahr 1944 starben. Die Stelen sind aus COR-TEN-Stahl und entlang des Weges zum Gräberfeld angeordnet. Sie tragen die Namen von 148 bekannten Toten in lateinischer und hebräischer Schrift. Jede Stele hat sieben gläserne Platten, von denen einige leer bleiben, um für unbekannte Opfer einen Platz für Gedenksteine zu bieten. Zwischen den Stelen sind Stahlstäbe installiert, die das Leben der Opfer und ihre Gefangenschaft symbolisieren. Ein Spruchband im Boden zitiert aus dem Buch Jesaja. Die Anlage wird ergänzt durch fünf Informationstafeln, die über die Geschichte des Projekts und den Jüdischen Friedhof informieren. Die Stelen wurden am 1. September 2015 eingeweiht. Dabei nahmen Überlebende des KZ, Politiker, Kulturschaffende und religiöse Vertreter teil. Die Einweihung wurde von Gebeten und einer Gedenkrede des Oberbürgermeisters begleitet. Die Schule Melanchthon-Oberschule, die in der Nähe des ehemaligen KZ liegt, war ebenfalls beteiligt. Die Schüler lasen die Namen der Opfer vor, bevor die Stelen enthüllt wurden.
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- Art
- Monument
- Ort
- Görlitz
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