Barocke Verteidigungsanlagen im Schwarzwald

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Baden-WürttembergBezirk Baden-Württemberg

Barocke Verteidigungsanlagen im Schwarzwald

archäologische Stätte in Deutschland

Die Barocken Verteidigungsanlagen im Schwarzwald sind ein über 200 Kilometer langes Befestigungssystem aus Schanzen und Bollwerken, das im 17. und 18. Jahrhundert errichtet wurde. Sie liegen zwischen dem Hochrhein im Süden und Heidelberg im Norden und dienten der Verteidigung gegen französische Einmärsche. Die Anlagen wurden hauptsächlich von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, auch „Türkenlouis“ genannt, angestoßen und in verschiedenen Kriegen wie dem Pfälzischen und Spanischen Erbfolgekrieg gebaut. Die Verteidigungsanlagen umfassen mehrere Linien, darunter die „Hintere Linie“ und die „Vordere Linie“. Bekannte Anlagen sind die Rothausschanze, die Böllener Eck mit einer Sternschanze und einer Redoute sowie die Schanzen im Wagensteigtal und im Kinzigtal. Die größte Schanze befindet sich am „Hohlen Graben“ und war bis 1796 militärisch relevant. Die Anlagen sind heute teilweise noch im Gelände erkennbar oder nur durch archäologische Spuren nachweisbar. Besucher können die Anlagen entlang des „Schanzenwegs“ erkunden, der etwa 10 km lang ist und durch mehrere Schanzen führt. Die Anlagen sind ein Teil des historischen Erbes und wurden durch archäologische Forschung und Nachbauten wie die Schanze von Gersbach-Mettlen dokumentiert. Sie sind ein Zeugnis der Verteidigungsstrategien im Barock und der militärischen Geschichte Baden-Württembergs.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Baden-Württemberg

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