Niembsch-Hof

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SehenswürdigkeitNiederösterreichWeinviertelBezirk Korneuburg

Niembsch-Hof

ehemalige Kaserne und Gemeindebau in Stockerau

Der Niembsch-Hof ist ein ehemaliger Kaserne und der größte Gemeindebau der Stadtgemeinde Stockerau in Niederösterreich. Er liegt an der Röschstraße und umfasst einen zweigeschoßigen Baukomplex mit zwei Innenhöfen. Der schmucklose Bau besitzt charakteristische Rauchfänger, Eckpavillons und Mittelrisaliten mit Dreieckgiebeln. Die Fassade ist mit einem umlaufenden Gschoßgesims versehen, und das Rundbogenportal ist genutet. Der Niembsch-Hof war von 1721 bis 1724 als Kavallerie-Kaserne errichtet und bis 1870 Sitz der Militär-Montur-Hauptkommission. Von 1871 bis 1875 wurden zusätzliche Gebäude wie Stallungen und ein Truppenspital hinzugefügt. Ab 1935 diente der Komplex dem Kraftfahrjägerbataillon Kopal Nr. 3 und dem Niederösterreichischen Leichten Artillerieregiment Nr. 3. Nach dem Krieg war er bis 1955 von der sowjetischen Rote Armee genutzt und 1956 als Quartier für ungarische Flüchtlinge eingesetzt. Im Erdgeschoß des Südosttraktes wurde 1959 eine Lenau-Gedenkstätte mit Archiv eingerichtet. Der Bau ist nach Joseph Maria Niembsch benannt, der von 1768 bis 1820 Kommandant der Militär-Montur-Hauptkommission in Stockerau war. Er finanzierte dem Dichter Nikolaus Lenau ein Studium, der später als bedeutender lyrischer Dichter galt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Gemeindebau
Ort
Stockerau
Adresse
Eduard Rösch-Straße 1
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
Quellen:Niembsch-Hof (CC0-1.0)

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