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Augustinerchorherrenstift St. Zeno, Reichenhall
Kirchengebäude in Bad Reichenhall
Das Kloster St. Zeno in Bad Reichenhall war ein Augustiner-Chorherrenstift, das ab 1136 gegründet wurde. Es lag im Reichenhaller Tal und umfasste ein großes Areal, das bis in die Region Tirol reichte. Die Stiftungsurkunde datiert von 1136, und das Kloster war bis ins 16. Jahrhundert ein bedeutender Besitzer von Salzquellen, Wäldern und Weinbergen. Die Kirche St. Zeno, die als Schutzheilige gegen Überschwemmungen galt, wurde im 12. Jahrhundert als romanische Basilika errichtet und später mehrfach umgebaut. Die Kirche St. Zeno gilt als der größte romanische Kirchenbau Oberbayerns. Sie wurde 1228 geweiht und durch verschiedene Bauphasen geprägt, darunter ein Brand 1512, der zu einem gotischen Gewölbe führte. Die barocke Ausstattung wurde nach der Säkularisation 1803 verkauft, und die Kirche wurde in einen „original mittelalterlichen Zustand“ zurückgeführt. Die Fresken und Kunstschätze wurden in den 1930er-Jahren restauriert, und die Bausubstanz wurde in den 1980er- und 1990er-Jahren umfassend renoviert. Das Klostergebäude umfasst den Kapitelsaal mit romanischem Gewölbe und wird seit 2005 restauriert. Der Kreuzgang, ursprünglich romanisch und später gotisch umgebaut, ist ein wichtiger Teil des Komplexes. Er enthält Marmorreliefs, Epitaphien und ein Relief des Kaisers Barbarossa. Der restaurierte Kreuzgang kann während Führungen besichtigt werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- religiöse Gemeinschaft, Kloster
- Ort
- Bad Reichenhall
- Erbaut
- 803
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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