Kollegiatstift St. Ulrich und Afra, Augsburg, später Benediktiner

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KlosterBayernBezirk Augsburg

Kollegiatstift St. Ulrich und Afra, Augsburg, später Benediktiner

Kirchengebäude in Augsburg

Das Kloster St. Ulrich und Afra war eine Reichsabtei des Benediktinerordens in der südlichen Altstadt von Augsburg. Es stand auf dem Gelände des heutigen Hauses Sankt Ulrich und war bis 1802 bestehend. Die Abtei entstand aus einem Kollegiatstift, das 1012 in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde. 1577 erlangte es den Rang einer freien Reichsabtei, obwohl es nicht in der Reichsmatrikel verzeichnet war. Das Kloster war bekannt für seine Bibliothek und die Entwicklung der Kalligrafie und Typografie. Günther Zainer wurde 1468 der erste Drucker der Inkunabelzeit in Augsburg, und Pater Leonhard Wagner war ein bedeutender Kalligraph. Die Abtei spielte auch eine Rolle in der Reformationszeit und war bis 1802 ein bedeutendes Stift in Süddeutschland. Die Abteikirche wurde 1810 zur Stadtpfarrkirche. Die ehemalige Klosteranlage beherbergt heute das Tagungshotel Sankt Ulrich. Die Abtei besaß ein großes Territorium mit über 300 Siedlungen und war bis 1802 ein bedeutender Landbesitzer. Nach der Säkularisation 1802 blieb die Stiftsfläche in der Stadt Augsburg.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
religiöse Gemeinschaft, Benediktinerabtei, Kloster, Kirchengebäude
Ort
Augsburg
Erbaut
1577
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern

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