📷 Bild: Norman Posselt · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Haas’sche Schriftgiesserei
Fabrikgebäude in Münchenstein im Kanton Basel-Landschaft, Schweiz
Die Haas’sche Schriftgiesserei war eine Schriftgiesserei mit Sitz in Basel und Münchenstein. Sie entstand im 18. Jahrhundert und wurde 1740 von Johann Wilhelm Haas übernommen. Der Betrieb wuchs durch technologische Innovationen und internationale Geschäftsbeziehungen zu einer führenden Schriftgiesserei der Schweiz und Europa. 1852 wurde die Firma verkauft, und im 20. Jahrhundert prägte sie Eduard Hoffmann, der bis 1965 die Leitung übernahm. 1989 übernahm Linotype die Firma, wodurch der Betrieb in Münchenstein stillgelegt wurde. Das Unternehmen war bekannt für die Entwicklung von Schriftarten wie Helvetica, die 1956 veröffentlicht wurde. Weitere bedeutende Schriften stammen von verschiedenen Designern. Die Haas’sche Schriftgiesserei war auf die Gestaltung und Produktion von Schriften für den Bleisatz spezialisiert, und ab den 1950er Jahren lizenziierte sie auch Schriftentwürfe für Dritte. Im Hochblütezeitraum der 1960er Jahre beschäftigte die Firma rund 120 Mitarbeiter. Das Fabrikgebäude in Münchenstein, errichtet 1921, ist ein architektonisches Merkmal der Schriftgiesserei. Es wurde von Karl Gottlieb Koller entworfen und zeichnet sich durch seine einzigartige Dachgestaltung aus. Die Dächer einzelner Häuschen sind zu einer Halle aneinandergereiht, mit parabelförmigen Kreuzgratgewölben auf Pfeilern. Dachfenster in den Zwickeln sorgen für ausreichend Tageslicht. Das Gebäude ist heute Sitz der Rudolf Steiner Schule.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schriftgießerei, Industriebau
- Ort
- Münchenstein
- Adresse
- Gutenbergstrasse 1, 4142 Münchenstein
- Erbaut
- 1921
- Architekt
- Karl Koller
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
- Seehöhe
- 289 m
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