Fort Claudia

📷 Bild: Wikimedia Commons

SehenswürdigkeitTirolBezirk Reutte

Fort Claudia

Befestigungsanlage in Reutte (76938)

Das Fort Claudia, auch als „Hochschanz“ bekannt, ist eine kleine Festungsanlage aus dem 17. Jahrhundert in der Gemeinde Reutte. Es war Teil des Sperrfestungssystems um die Burg Ehrenberg im Tiroler Außerfern. Die Anlage liegt auf einem ebenen Absatz am Berghang östlich der Bundesstraße und wurde nach der Landesherrin Claudia von Medici benannt. Die Reste des Festungsbaues wurden nach der Jahrtausendwende gesichert und teilweise rekonstruiert. Das Fort wurde 1639 von Elias Gumpp geplant, um die Umgehung der Burg zu erschweren. Im Spanischen Erbfolgekrieg 1703 gelang den Bayern die Einnahme der Burg, doch die Tiroler konnten sie kurz darauf zurückerobern. Die Festung Schlosskopf wurde 1726–1741 gebaut, um die Burg zu schützen. Bis ins 19. Jahrhundert war das Fort bewohnt, danach begann der Verfall. Seit 2000 wurden Erhaltungsmaßnahmen gestartet, und 2014 wurde die highline179 eingebaut, die das Fort mit der Burg verbindet. Die Anlage besteht aus einer quadratischen Grundfläche mit Seitenlängen von etwa 20 Metern. Im Osten liegen zwei spitzwinkelige Basteien, und eine kleine Bastion schützt das Eingangstor. Die Mauerwerkflächen sind mit Musketenscharten versehen, die Innenraumzugänglich sind. Die Bastionen sind nur halb so hoch wie das Mauerwerk. Die Anlage besteht aus Kalkstein und ist von Wallzügen und Schanzen umgeben. Die Ruine ist Teil der Burgenregion Ostallgäu-Außerfern.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Befestigung
Ort
Reutte
Erbaut
1645
Architekt
Elias Gumpp
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
Quellen:Fort Claudia (CC0-1.0)

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