SehenswürdigkeitBayern

Bayerisches Eisenbahnmuseum

Das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen ist kein Museum aus Vitrinen, sondern ein Bahnbetriebswerk, das weiterläuft. Über 200 Originalfahrzeuge stehen hier, darunter fünfzehn Dampflokomotiven, vom kleinen Rangierbockerl bis zur Schnellzuglok. Es ist das größte private Eisenbahnmuseum Süddeutschlands. Das Gelände selbst ist das eigentliche Exponat. Die Anlage entstand ab 1848/49 mit dem Bau der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Lindau nach Hof, die ältesten Teile stammen von 1851. Luftangriffe zerstörten 1944 und 1945 große Teile; Lokschuppen, Werkstätten und Wasserturm blieben stehen. 1982 wurde das Betriebswerk stillgelegt, 1985 übernahm es der Eisenbahnclub München und nahm die zurückgebauten Gleisanlagen wieder in Betrieb. Auf 3,5 Hektar stehen heute ein fünfzehnständiger Lokschuppen mit Drehscheibe, eine Triebwagenhalle, Werkstätten und Abstellgleise, hergerichtet als Betriebswerk der 1950er Jahre. Der Rundgang durch Schuppen und Freigelände dauert je nach Interesse ein bis drei Stunden; vieles darf betreten und angefasst werden. An mehreren Dampftagen im Jahr werden betriebsfähige Lokomotiven vorgeführt. Die BayernBahn setzt darüber hinaus Museumszüge auf den Strecken Richtung Dombühl, Feuchtwangen und Gunzenhausen ein. Vom Nördlinger Stadtkern mit seiner geschlossenen Stadtmauer sind es nur wenige Minuten hierher.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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