Kapellenberg (Kleinjena)
Burg in Sachsen-Anhalt, Deutschland
Der Kapellenberg bei Kleinjena ist eine Anhöhe südlich des Naumburger Ortsteils Kleinjena, am westlichen Ufer der Unstrut kurz vor ihrer Mündung in die Saale. Die Anhöhe war im 10. Jahrhundert Sitz der Ekkehardiner, die eine Burg namens Gene oder Geniun errichteten. Diese Burg wurde 1028 nach Naumburg verlegt, wodurch die Anlage in Kleinjena weitgehend verlor an Bedeutung. Die Burg war vermutlich der Stammsitz der Ekkehardiner, deren erster bekannter Vertreter Graf Ekkehard 949 in einer Urkunde erwähnt wird. Markgraf Ekkehard I. soll 1002 in seiner Burg „Gene“ an der Mündung der Saale und Unstrut begraben worden sein. Die Burg wurde vor 1028 aufgegeben, als eine neue Burg auf dem Domberg von Naumburg gegründet und der Bischofssitz aus Zeitz hierher verlegt wurde. Auf dem Kapellenberg sind keine oberirdischen Spuren der Burg erhalten, da das Gelände seit den 1980er Jahren bebaut ist. Archäologische Grabungen fanden jedoch Funde wie Holz-Erde-Konstruktionen, Keramik des 9. bis 11. Jahrhunderts und Steinbauten. Diese wurden als Fundamentmauern, Steinplatten oder Estrich interpretiert, die möglicherweise der Burgkapelle oder dem Palas zugehörten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Berg, Burg
- Ort
- Naumburg
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