📷 Bild: Wikimedia Commons
Vareler Schloss
abgegangene Schlossanlage im Zentrum von Varel im niedersächsischen Landkreis Friesland
Das Vareler Schloss war eine Schlossanlage der Grafen von Oldenburg, die ursprünglich aus einem ostfriesischen Häuptlingssitz entstand. Es lag im Zentrum von Varel, einem Ort im niedersächsischen Landkreis Friesland. Die Anlage entstand im 12. Jahrhundert als Wehrkirche St. Petrus, die später zu einer Burg ausgebaut wurde. Die Herrschaft über Varel wechselte mehrfach, bis die Familie der Grafen von Aldenburg 1733 die Herrschaft an die Grafen von Bentinck verlor. Das Schloss wurde mehrfach erweitert und verändert, etwa zwischen 1496 und 1506 zur Burg und im 17. Jahrhundert zum Schloss umgebaut. Der Entwurf stammte vom Stadtbaumeister Schwerdtfeger. Die Anlage umfasste einen Saalbau aus dem 16. Jahrhundert, der das ursprüngliche Steinhaus integrierte. Ein Südflügel wurde 1751 nach einem Brand errichtet, doch ein weiterer Brand 1817 führte zur allmählichen Aufgabe des Gebäudes. Das Schloss wurde schließlich von 1858 bis 1871 abgebrochen. Die Anlage umfasste ursprünglich ein Kellergewölbe, das 1860 unter der heutigen Straße eingemessen wurde. Die Burg war vermutlich von einer Mauer umgeben, während die Kirche nicht umgeben war. Der Saalbau war 28 × 8,4 m groß und hatte einen deutlich längeren Westflügel. Im Südflügel befand sich eine Tordurchfahrt, und südlich des Schlosses stand ein Marstall. Die Anlage war Teil der Stadt Varel und stand im Zentrum der Region.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Varel
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