Pfannstiel
Wallfahrtskirche und Konvent in Deutschland
Die Wallfahrtskirche Pfannstiel lag etwa 4,5 km östlich von Weilburg in der Gemarkung Hirschhausen, nahe dem Grundbach und der Kreisstraße 412. Sie war ein Wallfahrtsort der Bevölkerung der Umgebung und wurde 1461 erstmals erwähnt. Die Anlage war ursprünglich ein kleiner Konvent, der unter einem Prior stand und von der Johanniter-Kommende betreut wurde. Die Kirche war Teil der Wallfahrtsstätte und wurde später durch eine Johanniter-Niederlassung erweitert. Die Wallfahrtskirche war ein beliebter Pilgerort mit einer Bruderschaft, die bis zu 200 Mitglieder hatte. Die Johanniter-Kommende übernahm die Betreuung und förderte den Ausbau der Stätte, wodurch die Pilgerzahl und die Einnahmen stiegen. Die Kirche wurde 1488 geweiht und vergrößert, wobei die Bauarbeiten bis 1517 andauerten. Die Anlage umfasste Kirche, Wohngebäude, Unterkünfte für Pilger und Wirtschaftsgebäude. Die Stätte war Teil der Johanniter-Kommende Wiesenfeld und später unter der Kommende Wildungen. Die Kirche blieb bis 1538 bestehen, wurde aber nach der Reformation aufgelöst. Die Reste der Anlage wurden 1959 freigelegt und 2007 wieder sichtbar gemacht. Heute steht an der Stelle ein Johanniterkreuz. Die Geschichte der Wallfahrtskirche ist in mehreren Quellen dokumentiert.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Weilburg
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