📷 Bild: Wikimedia Commons
Prämonstratenserstift Barthe
ehemaliges Kloster in Ostfriesland, Deutschland
Kloster Barthe war ein Prämonstratenser-Kloster bei Hesel in Ostfriesland. Es wurde zwischen 1170 und 1184 als Nonnenkloster gegründet und war die erste Niederlassung des Ordens in der Region. Das Kloster lag auf einem Geestplateau am östlichen Rand einer moorigen Niederung, getrennt von der Siedlung Hesel. Es erwarb weite Ländereien, die aus Ödland bestanden und später kultiviert wurden. Die Lage des Klosters war von der Wasser- und Windversorgung beeinflusst. Das Kloster war im Vergleich zu anderen ostfriesischen Klöstern eher durchschnittlich, weshalb es intensiv erforscht wurde. Ausgrabungen zwischen 1988 und 1992 führten zur Entdeckung von Grundrissen einzelner Gebäude und einem umfangreichen Keramikfundus. Die archäologischen Grabungen zeigten, dass das Kloster in mehreren Bauphasen errichtet wurde. Im Inneren der Kirche fanden sich nur wenige Bestattungen, während der Friedhof des Klosters fast 360 menschliche Überreste enthielt. Die Bevölkerung war vor allem durch Infektionskrankheiten geprägt. Heute ist das Gebiet des ehemaligen Klosters ein Staatsforst mit etwa 600 ha, der größte zusammenhängende Forstgebiet in Ostfriesland. Der „Nunnenbarg“ im Norden des Areal ist ein markanter Sandhügel. Die ehemalige Klosterwüstung ist von Sandwällen umgeben und wurde 2012 mit Heckenpflanzungen sichtbar gemacht. In der „Villa Popken“ in Hesel werden die Ergebnisse der Ausgrabungen ausgestellt. Die Oberschule in Hesel trägt seit 1970 den Namen Schule Kloster Barthe.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Hesel
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