📷 Bild: Wikimedia Commons
Steinkiste in der Feldmark Rade
Großsteingrab in Deutschland
Die Steinkiste in der Feldmark Rade liegt im Landkreis Harburg in Niedersachsen und gehört zu den selteneren Formen der Großsteingräber. Sie wurde 1949 von W. Rüland entdeckt und 2014 von der AG praktische Archäologie Landkreis Harburg instandgesetzt. Die Kiste ist in den Boden eingebettet und hat eine Länge von 2,8 Metern, eine Breite von 1,5 Metern und eine Höhe von 0,8 Metern. An den Längsseiten standen ursprünglich je drei Tragsteine, von denen einer fehlt. Die Tragsteine sind stark geneigt, was auf kürzere Decksteine hindeutet. Die Kiste wurde bis zur Bodenhöhe mit lehmigem Sand gefüllt und enthielt zerbrannte Feuersteinstücke, Holzkohlestücke und Leichenbrand. In der Füllerde wurden auch sieben kleine Gefäßscherben sowie eine große röhrenförmige Bernsteinperle und vier weitere Bernsteinperlen gefunden. Ein Feuersteinbeil und eine Feuersteinklinge lagen in der Nähe des Bodenpflasters. Die Beigaben deuten auf eine Bestattung der Einzelgrabkultur hin, die dem Endneolithikum oder der ersten Stufe der Bronzezeit zuzuordnen ist. Die Steinkiste hat eine Südostschmalseite aus zwei schmalen Steinen und eine nordwestliche Schmalseite, die durch Geröll verschlossen ist. Die Kiste wurde nach der Ausgrabung wieder verfüllt, um den Boden zu schützen. Die Funde zeigen, dass die Einfüllung der Kammer nicht in einem einzigen Vorgang erfolgte, und der Leichenbrand wurde vermutlich als Nachbestattung hinzugefügt. Die Steinkiste ist Teil der Nordischen Megalitharchitektur und wird in der Liste der Steinkisten und den Großsteingräbern in Nordost-Niedersachsen erwähnt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Steinkiste
- Ort
- Neu Wulmstorf
In der Nähe
- Museumsbauernhof Wennerstorf3.3 km
- Museumsstellmacherei Langenrehm3.5 km
- Harburger Berge3.8 km
- Gannaberg3.8 km
- Hülsenberg4.8 km
- Hasselbrack6.5 km
QR-Code