Prämonstratenserstift Grobe (Usedom)
ehemaliges Kloster in Mecklenburg-Vorpommern
Das Prämonstratenserstift Grobe wurde im 12. Jahrhundert auf der Insel Usedom gegründet, 1,2 km südlich der Stadt Usedom. Es war die erste Niederlassung der Prämonstratenser in Nordostdeutschland und wurde von Pommernfürst Ratibor I. und seiner Gemahlin Pribislawa gestiftet. Das Kloster war ursprünglich in der gleichnamigen Siedlung errichtet und war bis 1317 urkundlich belegt. Das Kloster war bis ins 13. Jahrhundert einflussreich, besaß ein weitreichendes Gebiet auf Usedom und südlich des Stettiner Haffs. Es wurde von Herzögen wie Bogislaw I. und Barnim I. unterstützt, und unter Barnim I. wurden Erweiterungen und Rechte verliehen. 1535 wurde das Kloster aufgelöst, und die Anlage wurde später in ein Amt verwandelt. 1991–1998 führte die Universität Greifswald archäologische Grabungen auf dem Gelände durch. Auf dem Gelände des ehemaligen Klosters gibt es heute Mauerreste und Grabungen, die auf die ursprüngliche Anlage und die Bevölkerung des Ortes hinweisen. Die Ausgrabungen 2010 ergaben 70 Skelette, die anthropologisch untersucht wurden. Die Ergebnisse deuten auf vergleichsweise gute Lebensbedingungen und eine proteinreiche Ernährung hin. Die Anlage war Teil des Fleckens Usedom und wurde später auf den Berg Watchow verlegt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Usedom
- Erbaut
- 1101
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