📷 Bild: Wikimedia Commons
Wildkirchli mit Kapelle St. Michael
schweizerisches Kulturgut von nationaler Bedeutung in Schwende
Das Wildkirchli mit der Kapelle St. Michael liegt unterhalb der Ebenalp im Alpstein im Kanton Appenzell Innerrhoden. Es besteht aus drei Höhlen und wird als Kulturgut nationaler Bedeutung eingestuft. Die Höhlen sind Teil eines Karstsystems und befinden sich im Schrattenkalk. Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert von Philipp Tanner gegründet und später von Paulus Ulmann ausgebaut. Die Höhlenkapelle wurde 1621 von Philipp Tanner gegründet und 1658 von Paulus Ulmann zur Einsiedelei ausgebaut. Bis 1853 lebten etwa zwei Dutzend Eremiten in den Höhlen. Die Stiftung, gegründet von Ulmann, sicherte die Existenz der Einsiedelei. 1860 wurde das Berggasthaus Äscher als Ersatz für die Unterkünfte der Eremiten gebaut. Die Höhlen wurden durch prähistorische Funde weltbekannt, die bis 50'000 v. Chr. datieren. Die Höhlen sind durchgängig und haben eine Gesamtlänge von rund 150 m. Eine Höhle dient heute als Altarhöhle für Messen, eine andere war Sommerwohnung der Eremiten, und die dritte beherbergt das Berggasthaus Aescher-Wildkirchli. Die Höhlenkapelle und das Höhlensystem sind Teil der Kulturgüter der Region und werden in einem nachgebauten Eremitenhäuschen sowie im Museum von Appenzell ausgestellt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kapelle, Archäologische Stätte, Höhle, Kulturlandschaft
- Ort
- Schwende-Rüte
- Adresse
- unterhalb der Ebenalp
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
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