📷 Bild: Wikimedia Commons
Frankenturm
nicht erhaltener Wehrturm in Köln
Der Frankenturm war ein mittelalterlicher Wehrturm der Stadtmauer in der nördlichen Vorstadt Kölns, oberhalb der Rheinwerft, heute Frankenwerft. Er stand am Ende der Trankgasse neben dem Trankgassentor und wurde vermutlich nach einem Burggrafen „Franco“ aus dem 12. Jahrhundert benannt. Im 13. Jahrhundert wurde er als „Dreikönigsturm“ bezeichnet, da er mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige in Verbindung stand. Die ehemalige Durchgangspforte wurde um 1500 vermauert. Der Turm diente ab dem späten Mittelalter als Gefängnis und war bis ins 18. Jahrhundert in Betrieb. Bekannte Inhaftierungen umfassten Adolf Clarenbach, der zunächst im Frankenturm gefangen war. Die Straße „Am Frankenturm“ wurde um 1812 während der Franzosenzeit benannt. An der Rheinfront standen drei Steintafeln mit Bildern der Heiligen Drei Könige, die heute im Kölnischen Stadtmuseum aufbewahrt werden. Der Frankenturm war ein Teil der städtischen Verteidigungsanlagen und spielte eine Rolle als Gefängnis. Die Anlage wurde 1856 abgebrochen, und die umliegende Straße trägt den Namen, den sie seit der Franzosenzeit trägt. Die historischen Verbindungen zu den Heiligen Drei Königen und die Rolle als Gefängnis prägten die Stellung des Turms in der Stadtgeschichte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm, Gefängnis
- Ort
- Altstadt-Nord
In der Nähe
- Mahnmal zum Völkermord an den Armeniern33 m
- Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus in Köln56 m
- Trankgassentor78 m
- Museum Ludwig175 m
- Senftöpfchen232 m
- St. Maria ad Gradus187 m
QR-Code