📷 Bild: Wikimedia Commons
Bellaluna
Ehemaliger Bergwerkkomplex mit Nebengebäuden in Filisur im Kanton Graubünden, Schweiz
Die Bellaluna war ein ehemaliger Bergbaukomplex im Albulatal zwischen Filisur und Bergün/Bravuogn im Kanton Graubünden. Sie bestand aus Bergwerken und Wirtschaftshäusern, von denen heute nur das Knappengebäude und das Direktionsgebäude erhalten sind. Die anderen Gebäude existieren nur als Mauerreste und Ruinen. Die Bellaluna wurde erstmals 1568 urkundlich erwähnt, als das Tal Zentrum der Eisen- und Zinkschmelze war. In der Blütezeit des 17. Jahrhunderts arbeiteten hunderte Grubenarbeiter in den Stollen und an den Hochöfen. 1821 wurde ein Zinkofen errichtet, doch das Bergbauwesen wurde 1848 aufgegeben. Später wurde die Bellaluna von verschiedenen Eigentümern genutzt, darunter ein Sägewerk, das 1903 mit der Wasserkraft der Albula betrieben wurde. 1965 übernahm die Wirtin Paula Roth das Gebäude und führte es als Wirts- und Gästehaus, das als Hexenhaus bekannt war. Vor Ort können Besucher die verbliebenen Gebäude und Ruinen der Bellaluna bewundern. Die Lage im Albulatal bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Die Geschichte der Bellaluna ist mit skurrilen Begebenheiten und Legenden verbunden, darunter der Mord an Paula Roth im Jahr 1988. Die Bellaluna ist heute ein ehemaliges Wirtshaus und ein Ort der regionalen Geschichte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gebäude, Archäologische Stätte, Ruine
- Ort
- Bergün Filisur
- Adresse
- Via Bellaluna 1, 7477 Filisur
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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