📷 Bild: Wikimedia Commons
Ruine Thierberg
Burg in Österreich
Die Ruine Thierberg ist eine Halbruine, die 1285 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie liegt auf dem Thierberg im Norden von Kufstein, 721 Meter über dem Meeresspiegel. Die Burg war ursprünglich eine Höhenburg und wurde von den Freundsbergern als Stützpunkt gebaut. Nach dem Verkauf an die Herzöge von Bayern und später an die Habsburger verlor sie an Bedeutung und wurde ab dem 15. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben. Die Ruine ist besonders wegen der Wallfahrtskapelle St. Johannes der Täufer bekannt. Diese Kapelle, die 1315 erstmals urkundlich erwähnt wurde, befindet sich im umgebauten Erdgeschoß des Palas. Sie ist von Nord nach Süd ausgerichtet und besitzt eine nördliche Empore. Der Hochaltar zeigt ein Gemälde der Enthauptung des Hl. Johannes des Täufers, und die Chorseitenwände tragen halbfigürliche Büsten der Zwölf Apostel. Die Kapelle wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil erneuert und im 19. Jahrhundert ergänzt. Zur Ruine führen mehrere Wege, der bekannteste ist der Kreuzweg, der vom Gasthof Neuhaus aus führt. Dieser Weg ist gut für Familien geeignet, da er nicht zu steil und nicht zu weit ist. Ein weiterer Weg führt von Kiefersfelden oder vom Hechtsee aus über die Einöden Aigen und Aschau. Der Kreuzweg wird häufig für katholische Jugendveranstaltungen genutzt. Die Ruine und ihre Kapelle sind Teil der kulturellen und historischen Landschaft Tirols.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burgruine
- Ort
- Kufstein
- Adresse
- Thierberg 6, 6330 Kufstein
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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