salzburg

Rauriser Urwald

Der Rauriser Urwald liegt im Talschluss Kolm Saigurn im Nationalpark Hohe Tauern und ist eines der meistbesuchten Ausflugsziele des Raurisertals. Es handelt sich um einen jahrhundertealten, naturbelassenen Fichtenwald, in dem umgestürzte Stämme liegen bleiben und in dem sich über 80 dunkle Moortümpel gebildet haben. Neben Fichten wachsen hier Lärchen und Zirben, dazu Moose und Wollgras; im Wasser leben Bergmolche und Frösche, im Holz Spechte und Eulen. 2012 entstand hier die erste Besuchereinrichtung des Nationalparks Hohe Tauern: Das Haus der Natur und der Architekt Andreas Zangl gestalteten den Themenweg neu, der 2014 zu einem der 33 besten Lehrpfade Österreichs gewählt wurde. Der Weg führt nicht um den Wald herum, sondern hindurch, und macht dabei den langsamen Kreislauf von Absterben und Nachwachsen sichtbar, der einen Urwald von einem bewirtschafteten Forst unterscheidet. Die Runde ist rund drei Kilometer lang und überwindet 150 Höhenmeter; je nachdem, wie viel Zeit man sich für die Stationen nimmt, dauert sie zwischen 45 Minuten und zwei Stunden. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Lenzanger, erreichbar über die Mautstraße oder im Sommer mit dem Bus 640. Begehbar ist der Weg etwa ab Anfang Juni bis in den Herbst, abhängig von der Schneelage; im Winter lässt sich das Gebiet mit Schneeschuhen erkunden. Mehrere Almgasthöfe liegen in der Nähe.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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