📷 Bild: Wikimedia Commons
Pouťová jeskyně
Höhle in Tschechien
Pouťová jeskyně liegt im Stadtgebiet Štramberk, ehemals im Steinkohlebergwerk Dolní Kamenárka, heute Teil der Botanischen Gärtnerei und Arboretum Štramberk. Sie ist Teil des Štramberského Krasu und wurde 1999 von Speleologen (ZO ČSS 7-07 Ostrava) entdeckt. Die Höhle wurde durch Schlacke und Steine bis 26 Meter tief verschüttet, wahrscheinlich durch Bergleute. Tiefer liegen Quartär-Sandgesteine, die Schächte zum Oberflächenabbau genutzt werden. Die Höhle hat einen Propastencharakter mit einem durchschnittlichen Neigungswinkel von 52 Grad. Die Forscher erreichten bis 2006 eine Tiefe von 53 Metern. Auf den Wänden sind Gefäße aus dem Steinzeitalter zu sehen. In der erfassten Teil der Höhle fehlen Krustenbildungen. Eine Kapelle misst 1,5 × 3 × 2 Meter und enthält Fossilien aus der Oberkreide. Die zweite Teil der Höhle besteht aus vertikalen Gängen, die sich manchmal trennen und wieder verbinden. Bohrungen deuten auf eine mögliche Tiefe von bis zu 86 Metern hin. Unter der Kalkschicht liegt eine undurchlässige Schicht, die größere Karstphänomene ermöglichen. 1999 wurde die Höhle mit Wasser gefüllt, wodurch sich ein Abflusspunkt etwa einen Kilometer entfernt zeigte. Die Höhle ist von der Botanischen Gärtnerei umgeben und beherbergt seltene Pflanzen. Die Höhlenwände zeigen Zeugnisse aus dem Steinzeitalter, und die Gänge verlaufen in komplexer Struktur. Die Höhle ist Teil der umliegenden Karstlandschaft und wurde in der Vergangenheit durch Bergbau aktiv beeinflusst. Die Forschung und die natürlichen Formationen prägen das Bild der Höhle.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Höhle, Schachthöhle
- Ort
- Štramberk
- Seehöhe
- 425 m
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