Schottland, Wales und Nordirland

Navan Centre & Fort

Navan Fort, irisch Eamhain Mhacha, ist ein vorgeschichtliches Zeremonialmonument auf einem Hügel 2,6 Kilometer westlich von Armagh. Sie besteht aus einer kreisförmigen Einfriedung von 250 Metern Durchmesser mit Wall und Graben; dass der Graben innen liegt, spricht für eine symbolische statt einer wehrhaften Funktion. Im Inneren sind ein Erdhügel von 40 Metern Durchmesser und 6 Metern Höhe sowie der Abdruck eines Ringhügelgrabs von etwa 30 Metern sichtbar. Feuersteingeräte und Keramik belegen Aktivität schon im Neolithikum. Im 8. Jahrhundert vor Christus stand an der Stelle des heutigen Hügels ein Ring aus Holzpfosten von 35 Metern Durchmesser, im 4. Jahrhundert vor Christus ein achterförmiger Bau; zu den Funden gehört der Schädel eines Berberaffen. Im 1. Jahrhundert vor Christus entstand ein Rundbau von 40 Metern Durchmesser mit vier Pfostenringen um eine Eichensäule, die dendrochronologisch auf 95 vor Christus datiert ist. Kurz nach dem Bau wurde er mit Tausenden Steinen verfüllt, gezielt niedergebrannt und mit Erde überdeckt. Im Ulster-Zyklus der irischen Mythologie ist Emain Macha die Königsstadt der Ulaidh und Sitz von Conchobar mac Nessa; der Name verweist auf die Göttin Macha, nach der auch Armagh heisst. Zum Navan-Komplex zählen Haughey's Fort einen Kilometer westlich, der künstliche Teich King's Stables und der See Loughnashade mit eisenzeitlichen Weihegaben. Ein Kalksteinbruch rückte an das Gelände heran, bis ein öffentliches Verfahren 1985 den Abbau stoppte. Das Besucherzentrum wurde 1993 eröffnet und ist nach einer Schliessung seit 2005 wieder zugänglich.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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