Nationalpark Kalkalpen
Der Nationalpark Kalkalpen im Südosten Oberösterreichs schützt auf 16.000 Hektar das Reichraminger Hintergebirge und das Sengsengebirge – die größte zusammenhängende Waldwildnis Österreichs. Wer hierherkommt, kommt nicht wegen Gipfeln oder Aussichtspunkten, sondern wegen des Waldes selbst. Rund 15.000 Hektar sind Naturzone unter strengem Schutz: Es wird nicht eingegriffen, der Wald darf über Jahrhunderte in einen urwaldähnlichen Zustand zurückfinden. Rund dreißig Waldtypen und etwa 10.000 Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen sind dokumentiert; einzelne Buchen sind über 550 Jahre alt. Die Buchenwälder des Parks umfassen 5252 Hektar und bilden damit das größte Buchenwaldschutzgebiet der Alpen – als Teil der alten Buchenwälder und Buchenurwälder trägt der Park den Titel UNESCO-Weltnaturerbe. Dazu kommen über 800 Quellen, aus denen das längste naturnahe Bachsystem der Region gespeist wird. Erschlossen ist das Gebiet über Wander- und Radwege sowie über Führungen mit Nationalpark-Rangern, die den Blick auf das lenken, was man allein leicht übersieht. Bildungsprogramme richten sich an Schulen und Gruppen. Die Nationalparkverwaltung sitzt in Molln an der Nationalpark Allee. Die Hauptsaison ist das Sommerhalbjahr; Touren reichen von kurzen Runden bis zu Tagesmärschen durch das Hintergebirge.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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