📷 Bild: Wikimedia Commons
Aquae Mattiacorum
archäologische Stätte in Deutschland
Aquae Mattiacorum war eine römische Siedlung im heutigen Wiesbaden. Sie lag im Hinterland des Rheinlimes und entwickelte sich im 2. Jahrhundert zur Hauptstadt der Civitas Mattiacorum. Die Siedlung war durch die Nutzung der warmen Heilquellen bekannt und wurde von Zivilisten und Soldaten genutzt. Die römische militärische Präsenz blieb auch nach dem Rückzug der Römer im 3. Jahrhundert spürbar, wobei die Heidenmauer als bedeutendster Überrest bleibt. Die Siedlung war ein zentraler Verwaltungs- und Kurort, der im 2. und frühen 3. Jahrhundert blühte. Sie zählte zu den bedeutendsten Kurorten der römischen Welt, neben Baden-Baden und Badenweiler. Die Heilquellen waren ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor, der die Entwicklung der Zivilsiedlung vorantrieb. Die Thermenanlagen, wie die am Kranzplatz, wurden durch militärische Einheiten wie die Legio XXII Primigenia unterstützt und waren Teil der römischen Kurbetriebsstruktur. In der Zivilsiedlung gab es eine Vielzahl von Gebäuden, darunter ein Versammlungshaus der Händler und ein Keramikhändler. Ein Mithräum war das einzige bekannte Heiligtum der Stadt. Die Heidenmauer, die im 4. Jahrhundert gebaut wurde, war ein einzigartiges Monument, dessen Funktion bis heute unklar ist. Die Siedlung blieb bis ins 4. Jahrhundert besiedelt, wobei die Bedeutung des Ortes mit dem Fall des Limes um 260 n. Chr. stark sank.
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- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Wiesbaden
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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