📷 Bild: Wikimedia Commons
Dolmen von Degernau
Großsteingrab in Deutschland
Der Dolmen von Degernau ist ein denkmalgeschütztes Großsteingrab der Megalithkultur, das sich auf der Gemarkung von Degernau befindet. Es liegt im Wutachtal, rechts der Landesstraße 163 a, zwischen Degernau und Erzingen. Das Grab ist im Gewann „Toter Mann“ lokalisiert, östlich davon befindet sich der Menhir von Degernau. Die Anlage ist Teil der Gemeinde Wutöschingen im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg. Das Grab wurde 1936 von Josef Schneider entdeckt, wobei neolithisch-frühbronzezeitliche Keramik gefunden wurde. 1954 führte Edward Sangmeister eine archäologische Nachgrabung durch, bei der ein verschleppter, jungsteinzeitlicher Megalith mit Seelenloch aus der Zeit um 2000 v. Chr. entdeckt wurde. 1970 wurde die Anlage nach dem Befund rekonstruiert. Die Deckplatte wiegt rund 3,3 Tonnen und ist 2,70 × 2,00 m groß. Die Giebelplatte besitzt ein Seelenloch mit einem Durchmesser von 36 bis 38 Zentimeter. Die Anlage besteht aus einer Deckplatte, einer Giebelplatte mit Seelenloch und einem pfropfenartigen Verschlussstein. Die Scherben, Knochen- und Steingeräte in der Umgebung deuten auf eine Verbindung zum Megalithgrab hin. Sie stammen aus der Horgener Kultur und der späten Frühbronzezeit. In der Region gibt es weitere Dolmen vom Typ Schwörstadt, wie den Heidenstein bei Schwörstadt oder den Dolmen von Laufen. Die Anlage ist Teil eines Netzwerks von Megalithgräbern, die in der Region verbreitet sind.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Großsteingrab
- Ort
- Wutöschingen
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