Schloss Niederruppersdorf

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Schloss Niederruppersdorf

barockes Schloss mit hohem Mansarddach und Wappenzier am Portal, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Das Schloss Niederruppersdorf liegt im Ortsteil Ruppersdorf der Stadt Herrnhut und wurde im 18. Jahrhundert auf den Ruinen einer abgebrannten Wasserburg errichtet. Es wird vom Ruppersdorfer Wasser umgeben und ist architektonisch ein wuchtiger, schlichter Bau mit quadratischen Grundmauern und Strebepfeilern. Die Hauptachse des Schlosses verläuft entlang einer Lindenallee, die die Überreste der alten Gartenanlage darstellt. Ein Schlossteich und ein ehemaliger Befestigungsring schließen die Anlage ab. Das Schloss hat eine reiche Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Es wurde 1540 von der Familie von Haugwitz an die Nostitzs verkauft und bis 1830 in dieser Familie vererbt. Nach dem Tod der letzten Angehörigen gelangte es 1873 in den Besitz der Brüder Carl und Reinhold von Mayer. 1930 wurde es an die Stadt Löbau verkauft, wo es bis 1945 als Grenzlandschule genutzt wurde. Danach diente es als Kinderheim und wurde 2005 von einem christlichen Verein übernommen, der es als Missionszentrum betreibt. Im Schloss befinden sich Räume mit Rokokoornamenten und Kaminen, die den Innenraum schmücken. Die Lindenallee führt zu dem Gut Niederruppersdorf, das etwa 500 Meter entfernt liegt. Der Schlossteich und die Bruchsteinmauer trennen die Anlage vom Dorf. Die Umgebung umfasst hohes Grünland und alte Bäume, die den Eindruck eines historischen Landschaftsraums vermitteln.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Schloss, Denkmalensemble
Ort
Herrnhut
Adresse
Untere Dorfstraße 54; 56
Erbaut
1752
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Sachsen

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