📷 Bild: Wikimedia Commons
St. Matthäi
Kirchengebäude in Lübeck
St. Matthäi ist eine neugotische, denkmalgeschützte Kirche in Lübeck-St. Lorenz-Nord. Sie liegt an der Kreuzung der Schwartauer Allee und Friedenstraße und dient als zentrales Gotteshaus der gleichnamigen Kirchengemeinde. Die Kirche wurde im Jahr 1900 geweiht und war das erste neue Gotteshaus in Lübeck nach rund 250 Jahren. Sie gehört zum Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg der Nordelbischen Kirche. Die Gemeinde umfasste zu ihrer Gründung etwa 4200 Menschen und wurde 1896 als eigenständige Gemeinde etabliert. Der erste Pastor, Pastor Haensel, führte den ersten Gottesdienst am 1. Advent 1896 in der ehemaligen Turnhalle der St.-Lorenz-Schule. Die Gemeinde entwickelte sich zu einem Zentrum der Gemeinschaftsbewegung und hatte bis 1900 bereits einen eigenen Gemeindesaal. Die Kirche wurde 1978 unter Denkmalschutz gestellt und 1998 auf das gesamte Ensemble ausgeweitet. Die Kirche besitzt einen neugotischen Backsteinbau mit breitem Hauptschiff und schmalen Seitenschiffen. Der Innenraum ist durch Kreuzrippengewölbe überspannt. Sakristei, Gemeindesaal und Pastorat liegen südlich angeschlossen. Die Orgel wurde 1901/02 erbaut und später mehrfach umgebaut, während die Glocken 1899 gegossen wurden. Nach Kriegsschäden blieb nur die kleinste Glocke erhalten, während zwei andere eingeschmolzen wurden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Lübeck
- Erbaut
- 1899
- Baustil
- Neogotik
- Architekt
- Hugo Groothoff
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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