📷 Bild: Wikimedia Commons
Libice nad Cidlinou
Gemeinde in Tschechien
Libice nad Cidlinou ist eine Gemeinde im Okres Nymburk, Tschechien. Sie liegt fünf Kilometer südöstlich von Poděbrady und an der Flussmündung der Cidlina in die Elbe. Die Gemeinde hat eine historische Verbindung zur slawischen Geschichte, da an der Stelle vermutet wird, dass im 8. Jahrhundert ein slawischer Burgwall entstand. Die Region war bis ins 10. Jahrhundert ein Zentrum der Slavnikiden, die hier auch eigene Münzen prägten. Die Gemeinde entwickelte sich im 19. Jahrhundert durch Eisenbahnanschluss 1872 und die Ansiedlung von Industriebetrieben. 1850 wurde sie zur selbständigen Gemeinde, und die Einwohnerzahl stieg von 487 im Jahr 1827 auf 953 im Jahr 1900. Die wirtschaftliche Entwicklung führte zu einem Aufschwung und zur Ausweitung der Infrastruktur, darunter ein neues Schulgebäude aus dem Jahr 1885. In Libice nad Cidlinou gibt es mehrere sehenswerte Gebäude. Die St.-Adalbert-Kirche wurde 1832 im Neorenaissance-Stil wiedererrichtet, wobei das gotische Presbyterium möglicherweise aus der slavnikidischen Zeit stammt. Die Evangelische Kirche wurde 1894 von dem Architekten Čeněk Křička entworfen. Die historischen Bauten und die Lage an der Flussmündung bieten einen Eindruck der Region und ihrer Entwicklung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Tschechien
- Ort
- Okres Nymburk
- Erbaut
- 900
- Seehöhe
- 190 m
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