📷 Bild: Wikimedia Commons
Kartause Grünau (Kartause Neuzell)
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kloster Grünau, auch Kartause Grünau genannt, ist ein ehemaliges Kartäuserkloster südöstlich von Schollbrunn in Bayern. Es wurde 1328 von den Mainzer Kartäusern gegründet und war die erste Kartause in Franken. Das Kloster war ursprünglich der Heiligen Jungfrau Maria, St. Laurentius und St. Nikolaus geweiht und wurde von Elisabeth von Hohenlohe gestiftet, die es als Sühne für einen Jagdunfall schuf, bei dem ihr Ehemann starb. Die Kartause war bis 1557 bestehend, als sie aufgelöst und die Mönche vertrieben wurden. Nach einer kurzen Pause wurde sie 1635 wiedererrichtet, bis sie 1803 durch die Säkularisation aufgelöst und in ein Hofgut verwandelt wurde. Heute ist das Gelände als Gasthaus genutzt, und die Anlage wird als Baudenkmal unter der Nummer D-6-77-182-10 geführt. Auf dem Gelände stehen heute das Prokuratiegebäude aus dem 17. Jahrhundert, Reste der Umfassungsmauer sowie das Hauptgebäude und ein Gästehaus. Die Innenausstattung ist kaum erhalten, lediglich einige Bücher sind in Wertheim. Die Anlage bietet einen Blick auf die umliegende Landschaft und ist Teil der historischen Stätten Schollbrunns.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Archäologische Stätte, religiöse Gemeinschaft, Kartause
- Ort
- Schollbrunn
- Adresse
- Kartause Grünau 1
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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