📷 Bild: Wikimedia Commons
Canossasäule
Denkmal in Bad Harzburg im niedersächsischen Landkreis Goslar
Die Canossasäule ist ein 19 Meter hohes Denkmal auf dem Großen Burgberg südlich der Kernstadt von Bad Harzburg. Sie steht auf 482,8 Meter ü. NN inmitten einer Aussichtsfläche, von der aus man die Stadt und das umliegende Gebiet überblicken kann. Das Denkmal besteht aus sich verjüngenden Quadern und steht auf einer dreistufigen Treppenanlage. Auf dem Postament befindet sich eine Bronzetafel mit dem Profilbild Otto von Bismarcks und eine Steintafel mit der Inschrift „NACH CANOSSA GEHEN WIR NICHT — REICHSTAGSSITZUNG 14 MAI 1872“. Die Canossasäule wurde 1877 errichtet, um die Debatte im Reichstag über die Beziehungen zwischen dem deutschen Kaiserreich und dem Vatikan zu gedenken. Sie symbolisiert Bismarcks Verweis auf den Canossa-Gang König Heinrichs IV. und war Teil des Bismarckschen Kulturkampfs. Das Denkmal wurde von Wilhelm Engelhard entworfen und wurde 1883 mit zwei Walkürenfiguren ergänzt, die später entfernt wurden. Die Säule wird bei Dunkelheit angestrahlt und wurde 2018 saniert. Die Canossasäule steht auf einer Aussichtsfläche mit Blick auf Bad Harzburg und das Umland. Um sie herum liegen Ruinen der Harzburg, die einst als Kaiserfestung dienten. Die Gegend ist von Wald und Bergterrassen geprägt. Die Säule selbst ist ein markantes Bauwerk mit einer Bronzetafel und einer Steintafel, die historische und politische Bezüge vermitteln. Die Umgebung eignet sich für Wanderungen und bietet einen weiten Ausblick über das Tal.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Monument
- Ort
- Bad Harzburg
- Denkmalstatus
- Baudenkmal
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